Gips im Allgemeinen: Gips ist, je nach Sorte, günstig und leicht zu besorgen. Er bindet schnell ab, ist widerstandsfähig, zeigt höchste Abbildungsgenauigkeit und lässt sich sehr gut weiterverarbeiten und bemalen.
Modellgips bekommt man in jedem Baumarkt für wenige Euros. Für Modelle die keinen großen Belastungen ausgesetzt sind reicht der Gips aus. Auch um gegossene Steine weiter zu bearbeiten, ist für mich dieser Gips ideal, da er sehr weich ist. Leicht und schnell ist die gewünschte Struktur in den Stein geritzt. Auch bei der Ruinendarstellung ist ein Stein aus Modellgips sehr schnell mit einer Zange entsprechend demoliert. Soll das Modell nachher auch im Spiel verwendet werden, sollte man zu den qualitativ hochwertigen und teuren Dentalgipsen greifen, welche in fünf Typen unterschieden werden:
• Typ I (Abformgips) • Typ II (Alabastergips) • Typ III (Hartgips) • Typ IV (Superhartgips mit niedriger Expansion) • Typ V (Superhartgips mit hoher Expansion)
Durch die höhere Dichte der Dentalgipse können höhere Festigkeiten der gegossenen Teile erreicht werden. Diese Steine sind erheblich härter, aber auch schwerer worauf man bei größeren Bauwerken achten sollte.
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Ich verwende neben meinem billigen, kreidenden Baumarktgips den hochwertigen Excalibur erhältlich bei http://www.the2legends.de/. Bisher habe ich immer einen 25kg-Sack gekauft und dadurch einen guten Einkaufspreis erziehlt. Bei so einer großen Menge ist es ratsam ihn in Eimern mit Deckel luftdicht zu lagern, dann hält er ewig. Excalibur gibt es in weiss, goldbraun oder grün. Ich nehme ihn in goldbraun, so sehe ich sofort welche Steinchen Billiggips und welche Hartgipssteine sind.
Hier mal die Werte:
Wasser/Gips: 22 ml / 100 g Verarbeitungszeit : 7 min Abbindezeit: 15 min Abbindeexpansion: 0,09 % Druckfestigkeit nach 1h: 54 N/mm² Druckfestigkeit trocken: 80 N/mm² Brinellhärte trocken: 350 N/mm² 1 Kg Excalibur kostet 2,50 EURO bei Kauf von 25kg & Porto!
Ich finde ihn bei Beachtung des Mischungsverhältnisses super fliessend, selten habe ich Lufteinschlüsse und die Steinchen sind knochenhart.
EXCALIBUR Superhartgips Amerikanischer Gips für alle Präzisionsarbeiten. Glatte Oberflächen, gute Verarbeitungseigenschaften, hohe Kratzund Druckfestigkeit. Ich nehme nichts mehr anderes!
Wo genau es in der Härtestufe anzusiedeln ist, weiß ich nicht, aber es wird schon ziemlich hart - ich denke mal Stufe III...
Gestern habe ich wieder an einigen Geländeteilen von T2L rumgesägt... Ja, Udo, bist du inzwischen taub, so wie dir die Ohren geklingelt haben müssen...und ich habe geflucht ohne Ende, weil das Zeug so sauhart ist. Da ist mir schon mal ein Seitenschneider zerbröselt...
Bisher habe ich sicher schon 50-79 kg davon vergossen und bin immer noch hellauf begeistert von dem Zeug, da es sehr langsam anzieht (Verarbeitungszeit ca. 20 min, die man abkürzen kann, wenn man vergossene Reste abfeilt und dem akt. Pulver beimischt).
Genauere Daten habe ich leider keine - da auf der Tüte nix dazu steht... Aber für den Preis ist es auf jeden Fall ok...
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Mo 15. Sep 2008, 19:24
Yamagata
Registriert: Do 11. Sep 2008, 17:37 Beiträge: 80 Wohnort: Vorarlberg
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Und da ich damals dem Tipp des guten Krönen gefolgt bin bekommen meine Formen genau den gleichen Gips wie seine. Ich hab seltenst Probleme, und an die Verarbeitsungszeit ist reine gewöhnungssache. Mittlerweile hab ich mich auch auf einen sehr flüssigen Mix eingependelt. Einzig die dadurch bedingte wässrige Sauerei beim abziehen nervt etwas, aber mein Gusstisch nimmts mir nicht übel.
Und zu meiner Schande muss ich zugeben, das seit meiner letzten T2L bestellung mein Hartgips-sample im Regal liegt. Ich muss mich jetzt einfach mal aufraffen und das ausprobieren...mit irgend einer delikaten Form...
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Di 16. Sep 2008, 07:05
kommisar Krönen
Moderator
Registriert: Mi 10. Sep 2008, 18:19 Beiträge: 1441
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Zitat:
Mittlerweile hab ich mich auch auf einen sehr flüssigen Mix eingependelt. Einzig die dadurch bedingte wässrige Sauerei beim abziehen nervt etwas, aber mein Gusstisch nimmts mir nicht übel.
Mach die Mischung ein "klein wenig" trockener - den Details schadet das nicht - dann gibt es keine Wasserpfützen... Im Prinzip habe ich fast keinen Ausschuß, da das Zeug so schön langsam anzieht, kann ich dabei gemächlich den überstehenden Gips abstreifen und in eine andere Form füllen... so mache ich oft meine Trümmerstücke oder Bodenplatten...
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Di 16. Sep 2008, 07:37
Yamagata
Registriert: Do 11. Sep 2008, 17:37 Beiträge: 80 Wohnort: Vorarlberg
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Hmm...dieses System hab ich in der Tat auch mal versucht... Aber wenn ich den Gips abziehe, bevor er die Zahnpasta-konsistenz erreicht hat, was ja nötig wäre, um weitere Teile damit zu füllen, dann passiert folgendes (incl meiner theorie, warum das so is.) Ich zieh schon mehr oder minder allen Überschuss oben an dem teil ab, aber noch will jede Menge Wasser an die Oberfläche. Das tritt natürlich auch aus innerhalb der nächsten Minuten, aber nun ist kein Gips oben mehr dran, der den frei gewordenen Platz übernehmen könnte. Zieh ich nun nochmal ab erwische ich fast nur noch Wasser, da ohnehin schon zuwenig Gips in jeder Tasche da ist...und die Oberfläche wird konkav. Daher hab ich das dann gelassen... Aber evtl könnte ich eine weniger wässrige mischung machen, und das system so doch probieren...möglich. Bleibt natürlich immer die Angst, das weniger wasser mehr Luftblasen bringt. Würde mir logisch erscheinen...
Ich hab aber damit angefangen, überschüssigen Gips auf frisch geschnitze Steinformationen zu klatschen...da brauch ich sowieso immer irgendwo Füllmaterial...
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Di 16. Sep 2008, 11:12
kommisar Krönen
Moderator
Registriert: Mi 10. Sep 2008, 18:19 Beiträge: 1441
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Mein Gips hat ungefähr die Konsistenz von Schokopudding...
Den fülle ich dann ein, bis der Gips "ein ganzkleinwenig" über die Oberkante der Mold reicht (0,5mm). Dann lasse ich das Ganze anziehen, bis die Steine nicht mehr glänzen, das Zeug also gerade anzieht - dann hat man noch locker 5min, bis es hart ist. Nun ziehe ich mit einem eingefetteten Chinaspachtel (Handcrem oder Vasiline) mehrmals von einer Seite zur anderen und wieder zurück, den abgestreiften Gips fülle ich dazwischen in die Reserve-Form... und ferdisch...
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Di 16. Sep 2008, 11:46
Yamagata
Registriert: Do 11. Sep 2008, 17:37 Beiträge: 80 Wohnort: Vorarlberg
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Und das gibt bei dir keine Blasen, wenn der Gips schon so fest ist? Aber ich glaube, wir kommen da ein wenig ins Offtopic. Vielleicht sollten wir uns zu dem "How to giess vernünftig"-thread verdrücken.
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Di 16. Sep 2008, 14:40
TT.Bones
Administrator
Registriert: So 7. Sep 2008, 08:44 Beiträge: 2848
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Tut euch keinen Zwang an, hat ja alles mit "Gips im Allgemeinen" zu tun!
Yamagata hat geschrieben:
...Ich zieh schon mehr oder minder allen Überschuss oben an dem teil ab, aber noch will jede Menge Wasser an die Oberfläche. Das tritt natürlich auch aus innerhalb der nächsten Minuten, aber nun ist kein Gips oben mehr dran, der den frei gewordenen Platz übernehmen könnte. Zieh ich nun nochmal ab erwische ich fast nur noch Wasser, da ohnehin schon zuwenig Gips in jeder Tasche da ist...und die Oberfläche wird konkav...
Das ist das Problem von zu dünnem Gips, ziehst du ihn ab ist schon fast zu wenig Gips da. Trocknet dein Stein kann es sein dass an der abgezogenen Fläche Material fehlt, eine Delle hat. Daher lieber etwas dicker anmischen.
Registriert: Mi 10. Sep 2008, 18:19 Beiträge: 1441
Re: Gips im Allgemeinen und wer verwendet welchen?
Zitat:
Und das gibt bei dir keine Blasen, wenn der Gips schon so fest ist?
Nö, noch nie Probleme mit Blasen gehabt...
Ich mache dir mal Bilder von den "Rückseiten" der Steine, da gibts keine Blasen. Das war auch was, über das ich mich im FTF am Anfang gewundert haben, daß alle immer über Blasen sprachen...
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